Dienstag, 12. Mai 2009

Petacchi rules

Alessandro Petacchi hat im zweiten Anlauf die zweite Etappe gewonnen. Über den Berg hat er sich drüber gekämpft, dann gabs keinen Gegner der mehr der ihm in dieser Form hätte gefährlich werden können. Cavendish? Wär er stark genug gewesen um vorne mitzufahren als der Sturz passierte, wäre er nicht darin verwickelt worden. Seine Etappensiege kommen aber noch.
Schade für Denis Menchov: der Russe hat, ähnlich wie Ivan Basso am Vortag, einen vermeidbaren Rückstand kassiert, allerdings in etwas höherer Form. Er scheint somit schon aus dem Kreis der Favoriten ausgeschieden zu sein, Höllenritt und Aufholjagd kann man von ihm kaum erwarten. Wobei der Giro noch lange ist..... Schade, ich hatte auf ihn getippt gehabt, die 10 € kann ich wohl schon abschreiben ;-(
Heute geht es los mit den ersten Bergen. Viele erwarten sich keine grossartigen Abstände, ich denke dass gerade Leute die etwas Bammel vor dem Zeitfahren haben wie Simoni angreifen werden.

Sonntag, 10. Mai 2009

Jet schlägt zu

Die beiden derzeit besten Sprinter der Welt haben zum ersten Mal bei diesem Giro die Klingen gekreuzt. Im Head to Head Finish siegt Ale Jet Petacchi vor Mark Cavendish. Super Manöver des Italieners!
Und auch wenn man meint es kann auf den ersten Flachetappen nichts passieren, kann es doch! Ivan Basso hat heute 13 Sekunden auf seine Rivalen verloren. Nicht viel, wenn man an die 6 Bergankünfte denkt, genug aber um Ivan il terribile nervös zu machen! Morgen erneut Etappe für die Sprinter, dann geht es schon auf der 4. Etappe ins Gebirge. Simoni, Cunego und Co deuten schon mit den gewetzten Messern Richtung Kasachstan.

Samstag, 9. Mai 2009

High Road siegt

Team High Road Columbia mit Mark Cavendish ist in Venedig der grosse Coup gelungen. Dass Cavendish das Rosa Trikot nun zumindest bis zur ersten Bergetappe auf der 4. Etappe anbehält ist sehr wahrscheinlich, schliesslich hat sein Team keinen echten Favoriten auf die Gesamtwertung und kann sich daher voll auf die Verteidigung des Maglia Rosa konzentrieren.
Zum zweiten Mal musste der Kurs des Giro nun bereits verändert werden. Zuerst wurde auf Grund der Schneemassen in den Alpen die Etappe über den Izoard verkürzt, nun musste der nächste Cima Coppi dran glauben. Die Etappe nach Blockhaus wurde um 400 Höhenmeter verkürzt. Grund: die TV Trucks passen nicht durch die enge Strasse. Traurig, dass man das nicht früher wusste! Oder besser gesagt: typisch italienisch, dass man das nicht früher wusste!

Freitag, 8. Mai 2009

Kick off Venice

Das Teamzeitfahren in Venedig zum Auftakt wird mit Sicherheit noch nicht den Sieger des Giro d´Italia krönen. Trotzdem gibt eine gute Leistung den Anwärtern auf den Gesamtsieg auf jeden Fall Ruhe und Selbstvertrauen. Die favorisierten Teams sind Columbia-Highroad (Lövkvist, Pinotti, Rogers), Saxo Bank (Cancellara, Voigt) und Garmin Slipstream (Danielson, Millar, Vande Velde, Wiggins, Zabriskie). Achtung auf die Aussenseiter Liquigas (Basso), die Astanas um Leipheimer und Armstrong und die russischen Rouleurs von Katusha (Pozzato, Brutt, Ignatiev). Mein Tipp: 1. Garmin, 2. Columbia, 3. Saxo Bank, 4. Astana, 5. Katusha, 6. Liquigas. Ich denke wir werden auf jeden Fall ein hochwertiges Teamzeitfahren erleben, für Spannung im Kampf um Rosa auf den ersten Etappen ist gesorgt!

Estathe!

Wer der italienischen Sprache mächtig ist oder ihr einfach lieber Davide Cassani zuhört ohne zu verstehen was da eigentlich vor sich geht, weil die beiden Knallköpfe auf Eurosport länger als 1 Stunde kaum tragbar sind, kennt die Werbungen von Estathe! Billig, so wie es das italienische Fernsehen generell ist! Und trotzdem legendär. Seit Jahren wird in quasi jeder Übertragung das italienische Eisteegetränk beworben. Als Möchtegernitaliener hab ich es mir einmal, es war während der Etappe in der 2 x der Passo Pordoi befahren wurde und die Chepe Gonzalez gewann bevor er vor laufender Kamera eine Kontaktannonce aufgab, nicht verkneifen können das Gesöff zu probieren. Ekelhaft! Trotzdem hege ich Sympathien für die Werbungen, egal ob die beiden Mexikaner oder der fahrende Eisverkäufer durchs Bild flitzen. Wahrscheinlich bin ich bereits ähnlich dem Pawlowschen Hund derart konditioniert dass der Schriftzug von Estathe mich eher an die epischen Schlachten von Marco Pantani und die Sprints von Mario Cipollini denken lassen als an das Getränk an sich. Viva il Giro!

Mittwoch, 6. Mai 2009

Noch 3 Tage zum Giro

3 mal noch schlafen, dann ist es soweit. Der Giro d` Italia startet wieder durch. Das beherrschende Thema bei der 100. Austragung der rosa Schleife durch Italien ist das Comeback von Lance Armstrong. Der 7fach Tour de France Champion nimmt zum ersten Mal den Giro in Angriff. Schön und gut, ich denke aber nicht dass Armstrong eine grosse Rolle bei der endgültigen Vergabe des rosa Trikots spielen wird. Viel mehr sollte man die Augen nicht vom zweiten starken Mann bei Astana, Levi Leipheimer, nehmen. Mit Contador als Leader bei der Tour kann er es wohl kaum erwarten in Italien von der Rampe zu rollen. Abseits von Astana gibt auch Basso sein Comeback. Er ist für viele der ganz grosse Favorit. Ist er auch! Die grosse Frage wird sein ob er die 2 Jahre ohne 3wöchige Rundfahrt verkraftet hat. Danilo di Luca, Gilberto Simoni und Damiano Cunego sind drei weitere Italiener die auf der Favoritenliste stehen. Alle 3 haben den Giro bereits gewonnen, alle 3 sind sehr attackierfreudig was bei dieser etwas ungewöhnlichen Route sicher nicht von Nachteil ist und alle 3 haben ihre Schwäche im Zeitfahren. Das ist sicher ein Minuspunkt der den Girosieg kosten könnte, denn mit fast 100 km im Kampf gegen die Uhr ist diese Ausgabe der Italienrundfahrt ganz anders zu betrachten als die vergangenen Editionen. Einer der das kann ist der Rabo-Russe Denis Menchov. Ihm könnten eher die Attacken der Italiener auf den 6 Bergankünften und massenhaft welligen Etappen das Genick brechen. Dass er sich aber mit seinem ruhigen Tritt nicht aus der Ruhe bringen lässt hat er bereits mehrmals bei der Vuelta bewiesen. Aussenseiterchancen haben viele Fahrer. Ex Giro Sieger Garzelli, Podiumsfahrer in seinen frühen Jahren Yaroslav Popovych, Kletterfex Cardenas, die beiden Garmin Amerikaner Tom Danielson und Christian Vande Velde, Ex - Dauerfavorit Michael Rogers und natürlich auch Carlos Sastre, Sieger der Tour 2008, der sich aber wahrscheinlich wieder auf die Schleife durch Frankreich konzentrieren wird.
Bei den Sprints werden sich Alessandro Petacchi und Mark Cavendish bekriegen. Nicht zu vergessen: Tyler Farrar von Garmin Slipstream und Juan Jose Haedo.

Sonntag, 3. Mai 2009

Freire zum zweiten...

Zum zweiten Mal bei der Tour de Romandie schlägt Oscar Freire zu. Auf der letzten Etappe schlägt sein Rabobank Team nachdem Mark Cavendish in einer Steigung abgerissen ist ein Höllentempo an um den Briten nicht mehr herankommen zu lassen. Im Sprint gibts kein Vorbeikommen am sympathischen Spanier für die Konkurrenz.
Lance Armstrong lässt indes die komplette Radsportwelt wie Idioten aussehen. Er erhält dank Sondergenehmigung und einiger halbseidener Tricks die Starterlaubnis zur Tour of the Gila. Einem Rennen mit knapp 50 Zuschauern in den Etappenzielen am Arsch der Welt in New Mexiko. Man kann nun so oder so über die Flucht knapp vor dem Giro von ihm und Leipheimer denken anstatt wie üblich an Giro del Trentino oder Romandie zur Vorbereitung teilzunehmen.